Tilia cordata

Winterlinde

Spätlinde, Steinlinde

Blatt (PD) AnRo0002

Beschreibung

Die Winterlinde kann eine Höhe von 40 m erreichen. Die Krone ist hoch und unregelmäßig gewölbt.

Die Blätter sind herzförmig, bzw. rundlich gestreckt und zugespitzt. Die Blattoberfläche ist kahl. Die Unterseite ist bei älteren Blättern in den Blattnervenwinkeln bräunlich behaart. Der Blattrand ist unregelmäßig fein und scharf gesägt.

Die Rinde ist glatt und dunkelgrau bis schwärzlich mit einer seichten längsrissigen Borke.

Mehrere helle Blüten stehen in Trugdolden zusammen. Sie sind mit einem schmalen, weißlichen bis hellgrünen Hochblatt verwachsen. Die Blüten duften intensiv.

Die Früchte sind kugelige, dünnschalige und undeutlich kantige Nüsse.

Merkmale

Winterlinde

Tilia cordata
  • kahle Blätteroberseite

  • Blattunterseite in Nervenwinkeln bräunlich behaart (ältere Blätter)

  • Blüten mit weißlichem oder hellgrünem Hochblatt

Habitus (CC BY-SA 3.0) Haeferl

In der Stadt

Die Winterlinde ist ein sehr häufiger Park- und Straßenbaum. Sie bevorzugt frische bis mäßig trockene Standorte.

Der im Sommer aus der Blattkrone herunter tropfende Honigtau der Blattläuse macht Linden teilweise unbeliebt, da Autos und Fahrräder mit einer klebrigen Schicht überzogen werden.

Wissenswertes

  • Aus den Bastfasern werden u. a. Flecht- und Seilerwaren hergestellt.

  • Das Lindenholz ist leicht und weich und wird vielfältig verwendet.

  • Lindenblütenhonig ist eine der beliebtesten Honigsorten. Er wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen. Lindenhonig wird im Unterschied aus dem Honigtau von Blattläusen gewonnen.

  • Sie blüht von Juni bis Juli.

  • Die Fruchtreife erfolgt im September.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Die Lindenblüten werden als Tee verwendet. Ihnen wird eine schweißtreibende und blutreinigende Wirkung zugesprochen.

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) N p holmes

Quellen

Blatt, AnRo0002, PD, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:20130705Linde_Reilingen4.jpg

Habitus, Haeferl, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Feldkirchen_an_der_Donau_-_Naturdenkmal_nd325_-_Linde_in_Feldkirchen_-_Winter-Linde_(Tilia_cordata).jpg

Blütenstand, N p holmes, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lime_tree.jpg

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.

Böhlmann, D. (2015) Laubbäume temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt, Berlin: Patzer Verlag.

Mitchell, A. (1975) Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Quartier, A. (1989) Bäume und Sträucher, München: BLV.

Roloff, A. (2013) Bäume in der Stadt. Besonderheiten - Funktion - Nutzen - Arten - Risiken, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer.

Seite „Winterlinde“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11.05.2016, 08:45 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Winterlinde&oldid=154274403 (Abgerufen: 19.05.2016).