Apus apus

Mauersegler

Habitus (CC BY-SA 3.0) Amikosik

Beschreibung

Der Mauersegler ist am besten am relativ kurzen gegabelten Schwanz und den langen sichelförmigen Flügeln zu erkennen. Er ist bräunlich-schwarz bis dunkelgrau mit einer hellgrau-weißlichen Kehle. Unverkennbar sind auch die ständigen Flugrufe. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden.

Das Gefieder der Jungtiere hat eine dunklere Färbung und glänzt weniger. Die weißliche Kehle ist deutlicher ausgeprägt.

Merkmale

Mauersegler

Apus apus
  • kurzer gegabelter Schwanz

  • lange sichelförmige Flügel

Gruppe: Flugrufe

Tembrock (CC BY-SA 3.0)

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Nest mit Eiern (CC BY-SA 3.0) Pellinger Attila

In der Stadt

Als ursprünglicher Felsbrüter hat sich der Mauersegler gut an das Leben in der Stadt angepasst. Alte Gebäude mit reliefreichen Strukturen und Hohlräumen bieten viele Möglichkeiten für den Nestbau. Neubauten mit glatter Fassade werden von den Vögeln eher gemieden. Auch gehen Nistplätze durch Gebäudesanierungen verloren.

Wissenswertes

  • Mauersegler erreichen Fluggeschwindigkeiten von über 200 km/h.

  • Sie landen ausschließlich zum Brüten. Geschlafen und gerastet wird im Segelflug.

  • Junge Mauersegler fliegen ununterbrochen zwei bis drei Jahre lang, bevor sie das erste Mal zur Brut landen.

  • Sie haben die kürzesten Beine in der Vogelwelt.

  • Am Boden sitzende Mauersegler können gegen den Wind wieder starten, laufen ist auf ihren kurzen Beinen nur schwer möglich. Sie sollten niemals als falsch verstandene Starthilfe in die Höhe geworfen werden.

  • Mauersegler können von Mitte Mai bis Mitte August in Deutschland beobachtet werden. Den Winter verbringen sie im südlichen oder tropischen Afrika. Einzelne Tiere ziehen nur bis in den Mittelmeerraum oder können in milden Wintern auch im südlichen Deutschland beobachtet werden. Dabei handelt es sich vor allem um handaufgezogene Jungtiere oder verletzte Tiere, die zu spät ausgewildert wurden.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Der deutschsprachige Name „Mauersegler“ bezieht sich auf das typische Flugverhalten knapp an Mauern und Dächern vorbei, das häufig zu beobachten ist.

  • In England wurde der Vogel als Unglücksbringer angesehen und deswegen als Teufelsvogel bezeichnet.

im Flug (GFDL) Paweł Kuźniar

Quellen

Habitus , Amikosik, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jerzyk_przy_skrzynce.jpg

Nest mit Eiern, Pellinger Attila, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sarl%C3%B3sfecske_f%C3%A9szekalja.jpg

im Flug, Paweł Kuźniar, GFDL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Apus_apus_01.jpg

Harrison, C. (1975) Jungvögel, Eier und Nester aller Vögel Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens - Ein Naturführer zur Fortpflanzungsbiologie, Hamburg und Berlin: Verlag Paul Parey.

Bejcek, V. (1988) Zugvögel, Hanau/Main: Verlag Werner Dausien.

Witt, K. & Steiof, K. (2013) Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3. Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.) Berliner Ornithologischer Bericht, Band 23, Berlin: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V., 1-23.

NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. (2016) Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. 5. Fassung, veröffentlicht August 2016, URL: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html (Abgerufen: 07.04.2017).

Seite „Mauersegler“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 04.02.2016, 16:07 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mauersegler&oldid=151065756 (Abgerufen: 12.02.2016).

NABU Ortsgruppe Mosbach (o.J.) Mauersegler und Mehlschwalbe. Vorboten des Sommers mit erstaunlichen Flugkünsten, URL: http://www.nabu-mosbach.de/html/schwalbe_und_mauersegler.html (Abgerufen: 22.03.2021).