Acer platanoides

Spitzahorn

Blatt (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Beschreibung

Der Spitzahorn ist kann bis zu 35 m hoch werden. Er kommt selten auch als Strauch vor.

Die Blätter haben lange Stiele und wachsen am Zweig einander gegenüber (gegenständig). Sie sind meist handförmig gelappt, kahl. Der Blattrand ist fein gezähnt. Der Blattstiel enthält eine milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft).

Die Rinde ist anfangs hellgrau und glatt und wird später dunkelgrau und längsrissig.

Die Blüten sind gelbgrün und stehen zusammen in nickenden Rispen (den Blütenständen).

Die Frucht ist eine geflügelte Nussfrucht, die aus zwei Teilfrüchten zusammengesetzt ist. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander.

Merkmale

Spitzahorn

Acer platanoides
  • spitz gezahnter Blattrand

  • Blattstiel mit milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft)

  • Flügel der Frucht im stumpfen Winkel zueinander

Habitus (CC BY-SA 2.5) Willow

In der Stadt

Der Spitzahorn ist ein geeigneter und häufiger Park- und Straßenbaum. Ahorn-Arten produzieren zahlreiche Früchte, sodass die Bäume sich innerhalb der Stadt gut von selbst ausbreiten können. Als eine wichtige ökologische Leistung des Spitzahornes wird sein Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung diskutiert.

Wissenswertes

  • Vor dem Blattaustrieb sind es die zahlreichen Blüten des Spitzahorns, die den Frühlingsanfang verkünden.

  • Die Blüten der Ahorn-Arten sind meist zwittrig, d.h. eine Blüte enthält weibliche Teile und männliche Teile. Es gibt jedoch auf eingeschlechtliche Blüten, d.h. es sind nur weibliche oder männliche Teile vorhanden. Der Grund dafür ist die Entwicklung von einer Insektenbestäubung der der zwittrigen Blüten zu einer Windbestäubung der der eingeschlechtlichen Blüten.

  • Er blüht von April bis Mai.

  • Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: nicht gefährdet
  • Nutzung:

    Die Blätter, die Zweige und der Sirup werden in der Naturheilkunde verwendet, da ihnen eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen wird.

Frucht (CC BY-SA 4.0) Alice Kracht

Quellen

Blatt, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, http://species-id.net/openmedia/File:Acer_platanoides_%286%29.JPG

Habitus, Willow, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Acer_platanoides_002.jpg

Frucht, Alice Kracht, CC BY-SA 4.0, https://offene-naturfuehrer.de/web/Datei:Acer_platanoides_(15).JPG

Aas, G. & Riedmiller, A. (2002) Laubbäume. Bestimmen – Kennenlernen – Schützen, Bindlach: Gondrom Verlag.

Amann, G. & Richter, P. (1962) Bäume und Sträucher des Waldes, Melsungen: Verlag J. Neumann – Neudamm.

Forum DIE GRÜNE STADT (2013) Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub, URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02.08.2018).

Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle GmbH, Sektion Biozönoseforschung (o.J.) Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland, URL: www.biolflor.de (Abgerufen: 20.04.2016).

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