Cicuta virosa

Wasserschierling

Blütenstand (CC BY-SA 3.0) H. Zell

Beschreibung

Der Wasserschierling kann bis zu 1,5 m hoch werden.

Die Blätter sind zwei- bis dreifach eingeschnitten (gefiedert). Die einzelnen Fiedern sind länglich mit einem scharf gesägten Blattrand.

Der Stängel ist deutlich gerillt, innen hohl und unbehaart. Bei Verletzung tritt gelber Saft aus.

Die einzelnen, kleinen, weißen Blüten stehen gemeinsam in einem doppeldoldigen Blütenstand. Dabei endet jeder Seitenzweig in einer schirmartige Verzweigung (Dolde), die wiederum mit einer kleineren Dolde endet.

Die Spaltfrucht ist kugelig und besteht aus zwei Teilfrüchten.

Merkmale

Wasserschierling

Cicuta virosa
  • sehr giftig!

  • groß und scharf gesägte Fiedern

  • kugelige Frucht

Laubblatt (CC BY-SA 3.0) Kristian Peters

In der Stadt

In der Stadt ist der Wasserschierling an Teichen und in Uferbereichen von stehenden Gewässern zu finden. Er bevorzugt feuchte bis nasse Standorte.

Wissenswertes

  • Die Blütezeit ist von Juli bis August.

  • Der unterirdische Sproßabschnitt ist knollig verdickt und mit waagerechten Luftkammern durchsetzt. Die sehr giftigen Knollen sind dadurch schwimmfähig.

  • In Teilen Asiens wurde das Gift des Wasserschierlings als Pfeilgift verwendet.

  • Früher wurden die Pflanze äußerlich gegen Schmerzen, Rheuma und Gicht eingesetzt.

  • In der Homöopathie wird der Wasserschierling bei Epilepsie und Hirnhautentzündung verabreicht.

  • Er ist eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet eine Pflanze wird mehrere Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

  • Gefährdungsstatus Deutschland: Vorwarnliste
  • Achtung! Die Pflanze ist sehr giftig. Bereits geringe Mengen können tödlich sein.

Habitus (CC0) Matti Virtala

Quellen

Blütenstand, H. Zell, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cicuta_virosa_002.JPG

Laubblatt, Kristian Peters, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cicuta_virosa_blatt.jpeg

Habitus, Matti Virtala, CC0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cicuta_virosa_Oulu,_Finland_18.07.2013.jpg

Eggenberg, S. & Möhl, A. (2007) Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, Bern, Stuttgart, Wien: Haupt Verlag.

Spohn, M., Golte-Bechtle, M. & Spohn, R. (2015) Was blüht denn da? Stuttgart: Franckh Kosmos Verlag.

Jäger, E. J. (2011) Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Lippert, W. & Podlech, D. (1993) GU Naturführer. Blumen: die wichtigen Blütenpflanzen Mitteleuropas erkennen und bestimmen, München: Gräfe und Unzer Verlag.

Schauer, T., Caspari, C. & Caspari, S. (2015) Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher, München: BLV.

Seite „Wasserschierling“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11.12.2016, 23:33 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wasserschierling&oldid=160555926 (Abgerufen: 13.03.2017).